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Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Bewerbungen um einen Platz bei der 7. Europäische Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften nun entgegen genommen werden (vgl. http://www.culingtec.uni-leipzig.de/ESU_C_T/node/629).

Da ESU DH C & T Mitglied des International Digital Humanities Training Network ist, können im Rahmen der Sommeruniversität besuchte Kurse als Modul-Leistungen im Rahmen des von der University of Victoria (Kanada) angebotenen Graduate Certificate in DH (vgl. http://www.uvic.ca/humanities/english/graduate/graduate-certificates/dhum-certificate/index.php) anerkannt werden.

Die Sommeruniversität dauert volle 11 Tage. Ihr intensives Programm setzt sich aus Workshops, hochschulöffentlichen Vorlesungen, regelmäßig stattfindenden Projektpräsentationen, einer Postersession und einer Podiumsdiskussion zusammen.

Was spezifisch das Workshop-Programm betrifft, so werden die folgenden parallel laufenden Kurse angeboten:

  • XML-TEI encoding, structuring and rendering
  • Compilation, Annotation und Analysis of Written Text Corpora. Introduction to Methods and Tools
  • Comparing Corpora
  • Digital Editions and Editorial Theory: Historical Texts and Documents
  • Searching Linguistic Patterns in Large Text Corpora for Digital Humanities Research
  • Lexicometric text analysis using CLARIN-D Webservices and R
  • Stylometry
  • Spoken Language and Multimodal Corpora
  • Digital Lexica, Terminological Databases and Encyclopaedias: Contents, Structures and Formats
  • Drupal Does Data. Drupal for the Data-driven Humanities
  • Exploring art and technology within contemporary network culture. A close look at net art, digital art curation and its impact on the culture heritage sector
  • From Text to Map. Modeling Historical Humanities Data in Mapping Environments
  • Project Management
  • Data management for the humanities: from data warehousing to legal and ethical implication
  • Digital Research Infrastructures in the Humanities: How to Use, Build and Maintain Them

Die Workshops sind normaler Weise so strukturiert, dass entweder beide Blöcke eines Workshops oder zwei Blöcke verschiedener Workshops besucht werden können. Die Zahl der Teilnehmer_innen eines Workshops ist auf 10 begrenzt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier http://www.culingtec.uni-leipzig.de/ESU_C_T/node/621

Dank der Förderung durch Sponsoren können wir eine Reihe von Stipendien an Teilnehmer_innen der Sommeruniversität vergeben (vgl.: http://www.culingtec.uni-leipzig.de/ESU_C_T/node/623):

  • Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt großzügig die Teilnahme von bis zu 17 Alumnae / Alumni deutscher Universitäten an der Europäischen Sommeruniversität. Auch ehemalige Erasmus-Studierende oder Mitglieder von Fach-, Kust- oder Musikhochschulen gelten als Alumni / Alumnae, wenn sie zumindest drei Monate ihres Lebens an Hochschulen in Deutschland verbracht haben,
  • Das Electronic Textual Cultures Lab der University of Victoria (etcl) stellt zusammen mit dem Digital Humanities Summer Institute bis zu 5 Stipendien für kanadische und andere ausländische Graduierte und Postdoktorand_innen zur Verfügung,
  • CLARIN-D wird die Teilnahmegebühren einer ganzen Reihe von Teilnehmer_innen der Sommeruniversität übernehmen,
  • Die Universität Leipzig stellt über ihr Akademisches Auslandsamt bis zu 10 Stipendien für Mitglieder ihrer osteuropäischen Partneruniversitäten zur Verfügung. Sollten seine Mittel es erlauben, wird es auch 1-2 Stipendien für Lehrende seiner nicht europäischen Partneruniversitäten geben.

Die Sommeruniversität richtet sich an 60 Teilnehmer_innen aus ganz Europa und darüber hinaus. Sie will Studierende, Doktorand_innen und (Nachwuchs-) Wissenschaftler_innen aus den Geisteswissenschaften, den Bibliothekswissenschaften, den Sozialwissenschaften, den technischen Wissenschaften und der Informatik als gleichwertige Partner_innen zu einem wirklich interdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch in einem mehrsprachigen und mehrkulturellen Kontext zusammenführen und so die Voraussetzungen für künftige projektorientierte Kooperationen und Netzwerkbildungen über die Grenzen der Disziplinen, Länder, Sprachen und Kulturen hinweg schaffen.

Die Sommeruniversität will einen Raum zum Diskutieren, Erwerben und Ausbauen von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Methoden und Technologien schaffen, die im Bereich des Humanities Computing eine zentrale Rolle spielen und immer mehr die Arbeit in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in Verlagen, Bibliotheken, Archiven, Museen und ähnlichen Bereichen bestimmen. Die Beschäftigung mit diesen Methoden und Technologien will sie in den größeren Kontext der Digital Humanities stellen, die nach den Konsequenzen und Implikationen der Anwendung computationeller Methoden und Tools auf Artefakten aller Art fragen.

Bei all dem setzt sich die Sommeruniversität auch das Ziel, dem sogenannten Gender Divide zu begegnen, das heißt der Unterrepräsentation von Frauen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland und Europa. Statt aber die Hard Sciences als solche zu stärken, indem sie wie so viele Maßnahmen die sogenannten MINT-Fächer fokusiert und versucht, Mädchen und Frauen von der Attraktivität und Bedeutung der Informatik oder der technischen Wissenschaften zu überzeugen, setzt die Sommeruniversität auf die Herausforderung, die die Geisteswissenschaften im weitesten Sinne mit ihren überaus komplexen Daten und ihrem Reichtum an Frauen für die Informatik und die technischen Wissenschaften und deren Weiterentwicklung bieten, auf die Überwindung der Grenzen zwischen den sogenannten Hard und Soft Sciences sowie auf die Integration von Geisteswissenschaften, Informatik und technischen Wissenschaften.

Da die Sommeruniversität aber nicht nur dem Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gewidmet ist, sondern auch das Entstehen einer Gemeinschaft und die Netzwerkbildung über Disziplinen, Sprachen und Kulturen, Länder und Kontinente hinweg fördern will, messen wir auch den gemeinsamen Kaffeepausen und Mittagessen in der Mensa sowie dem reichhaltigen Rahmenprogramm (thematische Stadtführungen, Besuche von Archiven, Museen und Ausstellungen, gemeinsame Abendessen in verschiedenen Teilen von Leipzig) große Bedeutung zu.

Alle wichtigen Informationen sind im Web-Portal der Europäischen Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften "Kulturen & Technologien" http://www.culingtec.uni-leipzig.de/ESU_C_T/ zu finden. Das Portal wird fortwährend aktualisiert und mit weiteren Informationen angereichert.

Fragen zur Europäischen Sommeruniversität richten Sie bitte an esu_ct@uni-leipzig.de

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